Legende vom Poète maudit 

Gedichte

Aus dem Bedürfnis heraus wird gedacht.
Sagt Adorno. 
Aus dem Gefühl heraus wird Poesie gemacht.
Sagt man so.
Wie aber muss man sein als Poet?
Wie jemand,
der arbeitet von früh bis spät?
der über den Dingen steht?
der schreiend am Straßenrand hockt?
den trunken die Alltagsflucht lockt?
der die Gesellschaft verdreht?
der Worte auf Goldwaagen legt?
der einsam sich und unverstanden fühlt?
der rastlos sich durch die Antike wühlt?
der psychisch mäandert?
der träumerisch wandert,
der gefühlig bewegt, sich selbst
und die Welt darum nicht versteht?
Kurzum: Man weiß es nicht!
Finde und ergründe
das Bedürfnis!
Allein aus ihm heraus,
ist, 
was entsteht!

(Percy Palaver, Oktober 21)

Traduction française avec intelligence artificielle :

Fastenzeit

Gedichte

Jeder macht ja jetzt Diät,
von morgens früh bis abends spät.
Denn nach dem leberfetten Treiben,
versucht nun standhaft man zu bleiben,
darbt an Zucker, Fett und Kohlhydraten,
Ethanol und manch’ Phosphaten,
ernährt sich nur von dicken Säften,
um Darm und Magen zu entkräften,
trinkt Smoothies, Tees und Detox-Suppen,
will schlank sein wie die Insta-Puppen.
Low-Fat, Low-Carb, Low-Saccharose,
es rutscht schon jetzt so manche Hose.
Heute vier und morgen drei,
stach, stach mit, und hier noch zwei!
Die Kilos purzeln munter,
immer weiter, weiter runter.
Alle diäten wie verrückt,
und sind vom Fasten ganz entzückt.
“Denn wer jetzt noch isst und trinkt,
der ist maßlos und der spinnt!
Bier, Genuss und Völlerei,
all‘ das ist uns Einerlei!“
Intoleranzen, Dünst-Rezepte,
füllen nun die Small-Talk-Sätze.
Böse Fette, ganz versteckte,
und erst die Stoffwechseleffekte!
Ganz Deutschland ist im Fastenfieber,
ach, Deutschland, dick bist du mir lieber!