“Vielfalt ist die Freiheit, sich weigern zu dürfen, wie alle anderen zu sein.” (UH)
”Diversity is the freedom to reject the pressure to conform.” (UH)
„Diversity is stoicism in practise.“ (Ute Hamelmann)
“Vielfalt ist die Freiheit, sich weigern zu dürfen, wie alle anderen zu sein.” (UH)
”Diversity is the freedom to reject the pressure to conform.” (UH)
„Diversity is stoicism in practise.“ (Ute Hamelmann)
Auf die Bühne gegen Nazi-Döspaddel! Am Samstag bin ich auf Einladung des Schauspiel Düsseldorf in der Spielstätte Central aufgetreten. 7 Minuten ‚Native Westphalian‘ Stand-Up Comedy: „Einfach mal wegatmen, warum wir Westfalen das innovative Gegenmodell zu den Nazis sind!“ Zuvor gab es Nervennahrung bei Heinemann auf der Kö – na klar.
On stage against Nazis! On Saturday, I performed live at the Schauspiel Düsseldorf (Central venue) by invitation. 7 minutes of „Native Westphalian“ stand-up comedy: “Just take a deep breath—here’s why we Westphalians are the innovative model for change.” Beforehand, I had some nerve-calming food at Heinemann on the Kö—of course.
Lieschen Müller fordert Freiheit,
Josef K. ein halbes Steak,
Rainer Schulz die große Gleichheit,
Heike findet’s nicht okay (vom Grundsatz her).
Ralf so: Krypto! Große Chancen!
Mirna betet für den Krieg,
Ruth übt sich in Contenancen,
Udo ruft nach der KI (zunehmend fiebrig!).
Klaus macht Schwulendissen,
Dagmar will nicht länger posten (jetzt aber wirklich),
Nora weint in Vintage-Kissen,
Kicky tut die Alphas roasten.
Alles muss sich stets beschweren,
Moralgericht in Dauerschleifen,
multiples Empörungsvermehren,
über andere Lebensweisen.
coming soon, my brand new comedy programme

Ute Hamelmann, The Native Westphalian
After a bumpy start to the year, 2026 is slowly taking shape in a positive way.
I am continuing to work my way through my lifetime bucket list (see photo 1, practising diligently for my first Comedy Stand-Up OpenMic in Münster clubs and readings at the Sendener Heimatverein). The many creative projects are gradually being finalised and given a common storyline: Empower your local community!
The beach in Bergen aan Zee and the House of Nature Lovers await the Hamelmann family again this year – along with the obligatory morning exercises in the nude and bodyboarding with the Senden crew. And: the festival season in Amsterdam is calling! Dancing + sweating!
Have a good time and take care of yourselves, I’m going to bury myself in my material and be creative.

Welcome to the golden Age of Boolickers – oil on Canvas.
„Quatsch machen ist geistige Enklave.“ (UH)
‘Fooling around is a mental enclave.’ (UH)
*
„Ich sehe es wie Novalis: Kunst als Konstruktion transzendentaler Gesundheit!“ (UH)
‘I see it like Novalis: art as a construction of transcendental health!’ (UH)
*
„Die Sehnsucht nach Eskapismus mit dem Hebel der Kunst dient nichts anderem als der Erhellung des Gemüts.“ (UH)
‘The longing for escapism with the levers of art serves no other purpose than to enlighten the mind.’ (UH)
*
„Meine Kunst mag ein belächeltes Vehikel für Alltags-Eskapismus sein, dieser allerdings in seiner intelligentesten, nuancenreichsten und ästhetischsten Form.“ (UH)
‘My art may be a ridiculed vehicle for everyday escapism, but it is escapism in its most intelligent, nuanced and aesthetic form.’ (UH)



(kmh Frankfurt, Herbst 2025)
Hinter großen Scheiben,
tischen Kellner kleine Speisen
mit Schäumchen drauf auf.
Sauerteigbrot, Sardinen, Burrata,
Ichiban Dashi mit gelber Beete,
Muscheln, Hummus und Handkäs Tatar,
Apfelkrapfen mit Chantilly Creme.
Weine defilieren flaschenweise
durch’s halbdunkle Stimmengewirr.
Silbergabeln kratzen leise
über rot-weißes Tudor-Porzellan.
Weiter hinten auf der Fensterbank
eine Chansonette begleitet von Tellergeklirr,
Pomerol Gläser stoßen an.
Pas de deux am Nebentisch
schlürft Bannow-Bay-Austern mit Bubbles
teilt sich’s Enten-Carpaccio und den Crudo Fisch.
An der Bar das Blumenbouquet
fixiert meinen Blick, bis über alles
sich eine schläfrige Tiefenunschärfe legt
und mein Hirn sanft entschwebt
in vollkommenste Homöostase –
zumindest bis zum Krapfen mit Sahne.
UH
„There is glory in irregularity, in something being vaguely misshapen.“ (UH)
„Art? I just counter the paradoxes of life.“
(Ute Hamelmann)
(English Version below)
Der Psychoanalytiker Carl Jung wird einmal gefragt, ob er an Gott glaube, daraufhin sagt er wie aus der Pistole geschossen: “I know. I don’t believe.” Jung verstand Gott als den zentralen Archetyp des kollektiven Unbewussten: „Deus est circulus cuius centrum est ubique, cuis circumferentia vero nusquam. [God is a circle whose center is everywhere, but whose circumference is nowhere]“.
Selbst Albert Einstein war kein Atheist, sondern Agnostiker und als solcher nicht sonderlich religiös, aber er glaubte an Spinozas Konzept von etwas Göttlichem in allem: Deus sive Natura. Gott sei eine jenseits der Vorstellung in allem enthaltene Substanz. Dieser Glaube an „Etwas“ beschreiben die Niederländer als Ietsismus. In diesem, von FAZ-Autor Jürgen Taube etwas amüsiert als „Etwasistentum“ bezeichneten Ietsismus, glaubt man also an etwas Unbestimmtes.
(English Version of this column ‚Comfortable Discomfort‘ soon below)
Wenn ich beruflich in Frankfurt bin, probiere ich gerne neue, exotische Sachen aus. In der Kleinmarkthalle bestellte ich mir gestern zum Beispiel die weltberühmte warme Fleischwurst der Metzgerei Schreiber mit Senf und Brötchen. „Unser Bestseller“, gluckst die ältere Dame mit Dauerwelle und Kittelschürze hinter der Theke, und klärt mich ausführlich über den Gesundheitszustand der „alten Frau Schreiber auf. Weil: Sie sei ja nicht die alte Frau Schreiber! Weil: Die die alte Frau Schreiber könne das in ihrem Alter nicht mehr so gut… (sie zeigt auf ihren Kopf), aber nichts gegen die alte Frau Schreiber, eine prima Frau! Sie verstehen schon, was ich meine…“ Ja, ich verstehe die kleine schambehaftete Petzwurst hinter der Theke und verspeise meine, nicht sonderlich anders als alle anderen Fleischwürste auf der Welt schmeckende, Schreiber-Spezial-Fleischwurst mit einem Glas Weißwein (Sommercuvé 2024) beim Rollander auf der Markthallen-Terrasse.
(English Version below)
Taylor Swift staunte nicht schlecht über die Performance ihrer Freundin Kate Perry und Doechii bei den diesjährigen VMAs. Zur Erinnerung, das sind die guten alten MTV Video-Music-Awards, die es tatsächlich noch gibt, in Deutschland aber in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind. Man kann nicht einmal mehr die Videos der Webseite in Deutschland aufrufen. Neben einer gigantischen Show von „Mother Monster“ Lady Gaga und einem beeindruckenden Statement, was es für sie bedeutet, Künstlerin zu sein, kam schließlich die Performance von Perry und Doechii zu ihrem gemeinsamen Song: „I’m his, he’s mine“ und auch mir blieb die Spucke weg – holy moly!